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Autorengefäß im Naturdesign

Während der Zeit an der Staatlichen Fachschule für Blumenkunst, haben wir Autorengefäße im Naturdesign erarbeitet. Unsere fertigen Werkstücke duften wir dann bei Design.s in Freising ausstellen.


Wir beschäftigten uns dazu mit Wabi-sabi, welches eine Komponente der japanischen Ästhetik ist. Es stellt einen Gegenpol zu der heutigen Welt dar, die voller Digitalisierung ist und geht auf die Einfachheit der Dinge zurück.




Naturgefäß Mona's Flower Marrow

Dunstig-Trübe

Die Gegenstände des Wabi-sabi weisen Verschwommenheit, Unbestimmtheit oder Durchlässigkeit auf, als ob sie aus dem Nichts entstehen oder in das Nichts hinübergehen.

Scharfe Kanten werden stumpf, leuchtend gesättigte Farben verblassen, dies macht die Eigenschaft von Wabi-sabi aus. Es verfügt über ein unendliches Spektrum an Grautönen, Brauntönen, gedämpften Grüntönen. Helle Gegenstände verbindet man hier mit dem plötzlichen Auftauchen aus dem Nichts.


Design Poker


Um eine andere Art der Ideenfindung auszuprobieren, "spielten" wir Design Poker, du ziehst aus jeder vorhandenen Kategorie eine Karte und lässt dich auf das Gegebene ein.

Als Orientierung für die Form schauten wir uns natürliche Schwämme an und deren Struktur, jedoch war das etwas was ich bei der Ideenfindung wieder verwarf.

Hängen blieb bei mir als Technik das häkeln und die Eigenschaft des Wabi-sabi, das dunstig-trübe. Und auch das vorgegebene Bild von einem Raum welches ich zog beeinflusste mich in meiner Farbfindung, es zeigte einen Raum der Wände hat welche verkommen es ist Grau und ein Rosè zu sehen. Ein graues altes Polster Sofa und noch eine alte Kommode und ein Teppich.



Die Entstehung vom Gefäß

Mein Naturgefäß inszeniert bei Design.s

Als Innenleben von meinem Gefäß wählte ich eine Glasvase, damit später die Wasserversorgung kein Problem ist und achtete beim fertigen meines Naturgefäß darauf, dass eine einfache Handhabung beim Säubern der Vase gegeben ist.


Ich entschied mich mit der Technik Häkeln zu arbeiten und so meine Basis für das Gefäß zu schaffen. Es dauerte ein paar Stunden bis ich mit dem häkeln fertig war, denn die Höhe ging doch schleppender als erwartet. Um eine pass genaue Form zu erhalten häkelte ich direkt um meine Vase so konnte ich sicher sein, dass es eng am Gefäßrand ist und die Stabilität später darunter nicht leidet.


Als nächstes suchte ich mir in der Natur einen Werkstoff, ich entschied mich für Gräser da diese eine so schöne Bewegung hatten.

So arbeitete ich jedes Gras einzeln in mein gehäkeltes Grundgerüst aus Juteschnur ein. Es entstand eine spielende, ja eher tänzelnde Form und der Werkstoff kam perfekt zur Geltung.


Um diese Geltung nicht zu zerstören setze ich auf eine reduzierte Schnittblumen Inszenierung, ich verwendete eine japanische Ranunkel und den duftenden Viburnum. Beides war in einem zarten Rosè so dass es sich perfekt einfügte ohne zu schwer zu wirken.


Zu meiner Freude durfte dieses Werkstück die Titelseite der Florieren! für die Ausgabe 02/2021 schmücken.

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